Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud

KunstBewusst-Programm der Museumsfreunde

Eröffnungsvortrag: Von der Place Louis XV zur Place de la Concorde

Prof. Thomas Kirchner
Donnerstag, 6.04.2017, um 19.00 Uhr im Stiftersaal des Wallraf (Eintritt frei)


Es war der in Köln geborene Architekt Jakob Ignaz Hittorff, der nach der Juli-Revolution 1830 den Auftrag zur Neugestaltung der Place de la Concorde erhielt. Hittorffs Anliegen standen von Beginn an unter dem Vorzeichen der Verschönerung (l'embellissement). Im Vortrag wird die wechselvolle Geschichte des Platzes von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis ins 19. Jahrhundert hinein rekonstruiert, vom Platz König Ludwig XV. zum Platz der nationalen Eintracht.

Prof. Dr. Thomas Kirchner ist Direktor des Deutschen Forums für Kunstgeschichte in Paris und ausgewiesener Kenner der französischen Kunst und Geschichte.

 

Hittorff und Haussmann

11. April, um 19 Uhr im Stiftersaal – Freier Eintritt
In französischer Sprache mit deutscher Übersetzung

Zwei verfeindete Brüder, vereint im von Napoleon III. angeordneten Wandel von Paris
Auf Einladung des INSTITUT FRANÇAIS KÖLN spricht Michel Carmona, emeritierter Professor für Geographie, Raumordnung und Stadtplanung an der Université de la Sorbonne, über das schwierige Verhältnis zwischen Jakob Ignaz Hittorff und Georges-Eugène Haussmann. Beide Architekten haben, fast wie zwei verfeindete Brüder, gemeinsam dazu beigetragen, Paris zu formen, der Stadt ihr heutiges Aussehen zu verleihen und damit ihr Bild in den Augen der Welt entstehen zu lassen.

Hittorffs Punkt – Die Place de la Concorde und die Spaziergangswissenschaft

Volker Zander
Donnerstag, 4.05.2017, um 19.00 Uhr im Stiftersaal des Wallraf


Wie lässt sich eine von Unordnung bedrohte Ordnung als Stabilität darstellen? Dieser Frage musste sich der in Köln geborene Architekt Hittorff stellen, als er in den frühen 1830er Jahren den Auftrag erhielt, die Place de la Concorde neu zu gestalten. Das Design des ehemals königlichen, jetzt öffentlichen Platzes, der ursprünglich vor den Toren von Paris lag, muss Geschichte (Guillotine), Gegenwart (bürgerliche Verfassung) und Zukunft (Industrialisierung/Beschleunigung) in einem Punkt mit einander verbinden.

Volker Zander, Stadtplaner und Kurator der Ausstellung „Paris erwacht!“, wird Hittorffs Obelisken von Luxor spaziergangswissenschaftlich in den Blick nehmen.


Wieviel Platz braucht die Stadt?

Prof. Albert Speer
Donnerstag, 11.05.2017, um 19.00 Uhr im Stiftersaal des Wallraf


Der Vergleich von Paris mit Köln ist ebenso gewagt wie der Sprung von der Place de la Concorde auf den Alter Markt. Lassen sich aus einer solch kühnen Versuchsanordnung dennoch Erkenntnisse für die Kölner und Erhellendes für ihr Verständnis von der geliebten Stadt gewinnen? Welche Aufschlüsse ergeben sich aus der vergleichenden Betrachtung der großen Boulevards nebst angrenzender Plätze beider Städte? Und braucht Köln nun auch ägyptische Obelisken und wenn ja, wie viele?

Albert Friedrich Speer junior ist ein deutscher Stadtplaner und Architekt in Frankfurt am Main.

Hittorff im Musée d’Orsay

17. Mai, um 19 Uhr im Stiftersaal – Freier Eintritt
In französischer Sprache mit deutscher Übersetzung

Das Musée du Louvre und später das Musée d’Orsay (das seit 1986 die Architekturzeichnungen des 19. Jahrhunderts aufbewahrt) sind seit dem Ende des 19. Jahrhunderts in den Genuss von drei sehr schönen und symbolträchtigen Zeichnungen als Vermächtnis der Familie Hittorff gekommen. Auf Einladung des INSTITUT FRANÇAIS KÖLN spricht Isabelle Morin Loutrel, Kustodin im Musée d’Orsay und Leiterin der Architektursammlungen, über Hittorffs Zeichnungen und konzentriert sich dabei auf die Farbgestaltung in der Architektur. Die Polychromie war nämlich das Lieblingsthema des Architekten Hittorff nach seine Italienreise in den Jahren 1822 bis 1824.

Boulevard und Banlieue – Zur Dialektik von Zentrum und Peripherie des modernen Paris

Dr. Klaus Ronneberger
Donnerstag, 18.05.2017, um 19.00 Uhr im Stiftersaal des Wallraf


Die Umgestaltung von Paris zur monumentalen Metropole durch Baron Haussmann ab 1850 wurde nicht zuletzt mit dem rigiden Mittel der Kahlschlagsanierung durchgesetzt. Ähnliche Prozesse wiederholten sich nach dem Zweiten Weltkrieg in der rénovation urbaine mit flächendeckenden Abrissen ganzer Quartiere und der Schaffung der banlieue. Raumtheoretiker Henri Lefebvre, Künstler und Aktivisten aus dem Kreis der Situationisten und Filmemacher wie Jacques Tati und Godard kritisierten diese Stadtentwicklungspolitik.

Klaus Ronneberger ist Stadtsoziologe und erforscht seit langem das Phänomen der Gentrifizierung.

Öffentliche Führungen

  • Sonntag, 9. April, um 15 Uhr
  • Donnerstag, 20. April, um 19 Uhr
  • Sonntag, 23. April, um 15 Uhr
  • Sonntag, 14. Mai, um 15:00 Uhr
  • Sonntag, 21. Mai, um 12:00 Uhr (Museumsfest)
  • Sonntag, 25. Juni, um 15:00 Uhr
  • Sonntag, 9. Juli, um 15:00 Uhr


Für alle Führungen gilt:

  • Bitte beachten Sie, dass für die Teilnahme an einer öffentlichen Führung 2,- Euro pro Person erhoben werden. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen begrenzt. Tickets für die Führungen können ab 30 Minuten vor Führungsbeginn an der Kasse erworben werden.
  • Bitte beachten Sie, dass auch die Anmeldung von selbstgeführten Gruppen unbedingt erforderlich ist: Museumsdienst Köln unter 0221 / 221 27380 oder service.museumsdienst@stadt-koeln.de