Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
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SAMMELN, FORSCHEN, BEWAHREN
UND VERMITTELN

Diese vier Kernaufgaben bilden die klassischen Tätigkeitsfelder der Museumsarbeit. Im Wallraf arbeiten nicht nur die Kunsthistoriker an der Erforschung der Schätze des Museums, sondern auch die Restauratoren und Kunsttechnologen. Dabei ist der Blick dieser zwei sehr unterschiedlichen Schulen auf ein und dasselbe Gemälde äußerst gewinnbringend!

Dieser Zusammenarbeit ist es zu verdanken, dass die internationale Fachwelt das Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud als Zentrum für die Erforschung der Altkölner Malerei oder des Impressionismus ansieht.

FORSCHUNGSPROJEKTE

Die Unterzeichnungen des "Altars der Stadtpatrone" im Hohen Dom zu Köln

Der Altar der Stadtpatrone gilt als das wichtigste Werk des berühmten Kölner Malers Stefan Lochner. Jüngst konnten die  faszinierenden Unterzeichnungen des großformatigen Triptychons mit Hilfe der Infrarotreflektographie durch die Restauratoren des Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud umfänglich sichtbar gemacht und grundlegend analysiert werden. Die Webseite www.altar-der-stadtpatrone.de präsentiert die Ergebnisse in deutscher und englischer Sprache und lädt dazu ein, die Unterzeichnungen des Altars im Detail zu erforschen.

  Altar der Stadtpatrone

 


 

 

Die Sprache des Materials – Technologie der Kölner Tafelmalerei vom ›Meister der heiligen Veronika‹ bis Stefan Lochner

Die Erforschung der Materialien und Techniken der spätmittelalterlichen Kölner Malerei war das Ziel eines Verbundprojekts zwischen dem Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud, den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen (München) und dem dazugehörigen Doerner Institut.

Vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert, widmete sich eine Gruppe von Kunsttechnologen, Naturwissenschaftlern und Kunsthistorikern seit 2009 vier Jahre lang den bedeutenden Beständen der Kölner Malerei des Spätmittelalters in den Sammlungen beider Institutionen.

 Forschungsprojekt "Die Sprache des Materials"

 

Maltechnik des Impressionismus und Postimpressionismus

Das Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud in Köln beheimatet die umfangreichste Sammlung impressionistischer und postimpressionistischer Malerei in Deutschland. Dieser einzigartige Bestand bot beste Voraussetzungen für das Forschungsprojekt „Maltechnik des Impressionismus und Postimpressionismus" von 2005 bis 2008.

Der Schwerpunkt lag auf der Erforschung von Malmaterialien und Techniken sowie der Erfassung von Erhaltungszuständen und der Restaurierungsgeschichte der rund 75 repräsentativen Gemälde der Kölner Sammlung, die für diese Reihenuntersuchung ausgewählt wurden.

Dank der großzügigen finanziellen Unterstützung der RheinEnergieStiftung Jugend, Beruf und Wissenschaft konnte Anfang 2005 das vierjährige Projekt „Forschungen zur Maltechnik des Impressionismus und des Postimpressionismus“ in Kooperation mit der Fachhochschule Köln, Institut für Restaurierungs- und Konservierungswissenschaft, gestartet werden.

 Zum Forschungsprojekt


 

 

 

MALTECHNIK IM KÖLNER SPÄTMITTELALTER

Auf der Grundlage von Ergebnissen eines Forschungsprojekts konnten die Malmaterialien und Techniken von Stefan Lochners „Muttergottes in der Rosenlaube“ rekonstruiert werden. Schritt für Schritt wurden die einzelnen Herstellungsprozesse filmisch dokumentiert. Auf diese Weise gewinnt der Betrachter einen spannenden Einblick in die Arbeitspraxis der Kölner Maler im Spätmittelalter.