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Forschungsprojekt Materialforschung

Information

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Die Sprache des Materials

Technologie der Altkölner Malerei
vom Meister der Hl. Veronika bis Stefan Lochner (13801450)

Die Erforschung der Materialien und Techniken der spätmittelalterlichen Kölner Malerei ist das Ziel eines Verbundprojekts zwischen dem Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud, den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen (München) und dem dazugehörigen Doerner Institut. Vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert, widmet sich eine Gruppe von Kunsttechnologen, Naturwissenschaftlern und Kunsthistorikern seit März 2009 den bedeutenden Beständen der Kölner Malerei des Spätmittelalters in den Sammlungen beider Institutionen.


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Forschungsprojekt

Materialforschung Projekt


Forschungsprojekt

„Die Sprache des Materials“
Technologie der Altkölner Malerei – vom Meister der Hl. Veronika
bis Stefan Lochner (1380 – 1450)

 

Projektinhalt ist die umfassende technologische Untersuchung einer ausgewählten Gruppe von Gemälden und Werkzusammenhängen vom Ende des 14. bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts, darunter herausragende Werke des Meisters der Hl. Veronika, des älteren Sippenmeisters, des Meisters des Kirchsahrer Altars, des Meisters von St. Laurenz und Stefan Lochners. Die Auswahl umfasst neben vollständig erhaltenen, wandelbaren Triptychen auch Werke in fragmentarischem Erhaltungszustand sowie Gemälde, deren ursprüngliche Funktionszusammenhänge (etwa als bemalte Schranktüren oder Truhendeckel) die Vielfalt der spätmittelalterlichen Bildaufgaben und die damit einhergehende Wahl der eingesetzten Materialien und Techniken widerspiegeln.

Projektziele


In unmittelbarer Verbindung mit den Herstellungsprozessen und -techniken stehen dabei einerseits Fragen nach der Werkstattorganisation, -kooperation und -filiation, bis hin zur Chronologie der in dieser Zeit tätigen und zum Teil stilistisch eng verwandten Maler, andererseits Fragen nach Traditionsströmen und -richtungen und einer daraus zu entwickelnden, über Köln hinausgehenden topographisch-chronologischen Entwicklungsgeschichte technologischer Merkmale. Das Projekt hat damit nicht nur die möglichst genaue Kenntnis der materiellen Beschaffenheit und Geschichte eines jeden einzelnen Werkes zum Ziel, sondern will auf der Basis der untersuchten Reihe von Werken die Chronologie wie auch die funktionale Bedeutung technologischer Faktoren reflektieren und damit die Grundlage für die Bewertung, Einordnung und das Verständnis spätmittelalterlicher Malerei erweitern.

Untersuchungsmethoden


Die Untersuchung der ausgewählten Werke findet mit modernsten Methoden statt. Zum Einsatz kommen neben der Stereomikroskopie diverse Strahlenuntersuchungen, darunter die Infrarotreflektographie (Osiris-Kamera) und die (Stereo-)Radiographie. Die Identifikation der verwendeten Malmaterialien erfolgt am Doerner Institut u.a. mittels Gaschromatographie / Massenspektrometrie, Fouriertransform-Infrarotmikroskopie und Rasterelektronenmikroskopie / energiedispersiver Röntgenmikroanalyse. Ergänzende Untersuchungen zu Art, Alter und Herkunft der hölzernen Bildträger werden von Prof. Dr. Peter Klein (Hamburg) durchgeführt.

 

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Symposium

Materialforschung Symposium


Internationales Symposium
„Die Sprache des Materials –
Kölner Maltechnik des Spätmittelalters im Kontext“

24. – 26. November 2011
Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud, Köln

Das Symposium fand erfolgreich mit rund 270 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Deutschland, Holland, Belgien, England, Norwegen, Schweden, Finnland, Tschechien, Österreich, der Schweiz, Italien, Frankreich, Spanien und den USA statt. Die Referentinnen und Referenten der insgesamt 19 Vorträge wie auch das Tagungspublikum aus den Gebieten der Kunsttechnologie, Restaurierung, Naturwissenschaften und Kunstgeschichte spiegelten den interdisziplinären Leitgedanken der Veranstaltung wider. Mit den Beiträgen der geladenen Experten konnten ausgewählte Ergebnisse des Projekts und der aktuelle Forschungsstand zur Technologie der Kölner Malerei des Spätmittelalters präsentiert und in den Kontext benachbarter Kunstgattungen und Kunstlandschaften gestellt werden.
Rückblick:  Programm 

Insgesamt 17 Vorträge des Symposiums werden in deutscher und englischer Sprache in Kürze in einer umfangreichen Ausgabe der „Zeitschrift für Kunsttechnologie und Konservierung“, Heft 1/2012, publiziert.
Die Zeitschrift ist zu beziehen bei der Wernerschen Verlagsgesellschaft oder bei Siegl´s Fachbuchhandlung.



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Bilder

Materialforschung Bilder

Meister der hl. Veronika, Muttergottes mit der Wickenblüte [Detail], um 1415, WRM 10Stereomikroskopische UntersuchungInfrarotreflektografische Untersuchung mit der OSIRIS-KameraKölnischer Meister von 1456, Ankunft der Hl. Ursula in Rom, WRM 717: Im Infrarotreflektogramm sichtbare Unterzeichnung mit schwarzen PinselstrichenKölnisch, Christus am Kreuz zwischen Maria und Johannes, um 1425, WRM 57: Die Befestigung des plastischen Kopfes Christi im Tafelbild wird erst durch die Röntgenaufnahme sichtbarKölnisch, Christus am Kreuz zwischen Maria und Johannes, um 1425, WRM 57: Mikroskopaufnahme. Braunrote Unterzeichnungslinie der Hand des Johannes zwischen aneinander grenzenden Farbflächen unterschiedlicher Pigmentierung (Maßstab = 1 mm)Meister des Kirchsahrer Altars, Kreuzigungsretabel [Detail], um 1425/30, WRM 55: Punzierte Bordüre unterhalb des rechten Arms ChristiMeister des Kirchsahrer Altars, Kreuzigungsretabel [Detail], um 1425/30, WRM 55: Pressbrokat mit Umzeichnung des Musters und der Blattgrenzen aus dem Untergewand der KatharinaMeister der hl. Sippe d. Ä., Sippenaltar [Detail], um 1415/20, WRM 59: Reliefierter Nimbus im StreiflichtKölnisch, Verkündigungsengel, um 1425, WRM 47: Unter Anregung mit UV-Strahlen (links) zeichnen sich die Retuschen dunkel ab.

Kontakt

Materialforschung Kontakt


Kontakt


Abteilung Kunsttechnologie und Restaurierung
Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud

 

Obenmarspforten (am Kölner Rathaus)
50667 Köln
Tel.: +49 (0)221 221 223 78
Fax.: +49 (0)221 221 252 56

  forschungsprojekt[at]museenkoeln.de


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