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Details VOM LICHT GEZEICHNET. CAMILLE COROT UND DAS EXPERIMENT

Ausstellungen im Graphischen Kabinett

»Der Un/Gewisse Blick«


Vom Licht gezeichnet. Camille Corot und das Experiment „Cliché-verre“
20. August – 24. Oktober 2010

Information

Corot - Cliché Verre


Der un / gewisse Blick


Welche Rolle spielt eine Graphische Sammlung in Zeiten der digitalen Bilderflut? Welche Zukunft hat sie, sofern ihr Sammlungsauftrag selbst nicht in die Moderne reicht? Wie wichtig ist die Kennerschaft, das Unterscheiden von Original und Fälschung oder die Bestimmung längst vergangener graphischer Techniken überhaupt noch? Und was haben uns traditionelle Themenbereiche wie die griechische und römische Mythologie oder die christliche Heilsgeschichte heute noch zu sagen?

Antworten auf diese und weitere Kernfragen der musealen Praxis beantwortet die Graphische Sammlung im Wallraf bis Anfang 2012 in einer Reihe von Kabinett-Ausstellungen unter dem Titel „Der un / gewisse Blick“.
Jede einzelne Schau wird von einer eigenen Broschüre begleitet.

 

Vom Licht gezeichnet.
Camille Corot und das Experiment „Cliché-verre“

(20. August 2010 – 24. Oktober 2010).

Am Beginn der Ausstellungsreihe steht die Auseinandersetzung mit einer besonderen künstlerischen Technik – einem Vervielfältigungsverfahren, das weder der Graphik noch der Fotografie im eigentlichen Sinne zu zuordnen ist: dem Cliché-verre.
Früher im Deutschen auch Glasradierung genannt, war das Cliché-verre für nur kurze Zeit von etwa 1850 bis 1870 vor allem bei französischen Landschaftsmalern wie Camille Corot oder Charles-Francois Daubigny ein beliebtes Medium, um auf Glas gezeichnete pastorale Landschaften mit Hilfe von lichtempfindlichen Papieren zu vervielfältigen. Einzig mit Hilfe des Lichtes wurde dabei die auf einer beschichteten Glasplatte eingeritzte Zeichnung auf das Papier übertragen. Das Cliché-verre bezeichnet gewissermaßen den „Nullpunkt“ der Graphik in der zweiten Hälfe des 19. Jahrhunderts.
Weitere Ausstellungen zu anderen Vervielfältigungstechniken werden folgen. 

 

Bilder

Corot - Bilder

Vorschau

Graphik - Der un / gewisse Blick. Vorschau


Das Gedächtnis, die Stadt und die Kunst:
Die Beschneidung

(5. November 2010 – 30. Januar 2011)

Das Wallraf befindet sich aktuell in exponierter Lage: Vor der eigenen Haustür bringen  Archäologen das alte jüdische Viertel nach Jahrhunderten wieder ans Licht. Darauf reagiert das Museum und zeigt in einer Kabinettschau Druckgraphiken zum jüdischen Ritual der Beschneidung. Außergewöhnliche Darstellungen der „Beschneidung Christi“ von Künstlern wie Dürer, Goltzius oder Rembrandt führen die Umdeutung und christliche Überformung des jüdischen Rituals eindringlich vor Augen. Erst durch die Interpretation der Beschneidung als ein „Blutopfer Christi“ wird das Ritual in der abendländischen Kultur überhaupt darstellungswürdig. So kann die Ausstellung zum Thema der Beschneidung die Deutungsmacht der Druckgraphik als eigenes Bildmedium anschaulich nachweisen und zugleich die Geschichte eines kollektiven Erinnerungszeichens neu erwecken. 

 

Aus der Graphischen Sammlung:
Neuerwerbungen und Schenkungen

(11. Februar 2011 – 24. April 2011)

Das Wallraf konnte seinen graphischen Bestand in den letzten beiden Jahren durch eine Vielzahl von bedeutenden und wertvollen Zeichnungen und Graphiken erweitern. So erwarb das Haus unter anderem Zeichnungen von Moritz von Schwind, Max Liebermann und Emil Speckter. Als großzügige Schenkungen gelangten zudem umfangreiche Konvolute von Landschaftsaquarellen des 19. Jahrhundert sowie druckgraphische Blätter aus dem letzten Viertel des 19. Jahrhunderts aus Belgien in den Besitz des Museums. Aber auch interessante Einzelblätter, wie der „Hl. Hieronymus“ von der Hand eines unbekannten italienischen Künstlers des 17. Jahrhunderts kamen so aus privatem Besitz in die graphische Sammlung. Seine wichtigsten Neuerwerbungen und Schenkungen zeigt das Wallraf nun als Dank an die generösen Stifter und zugleich als Ansporn, auch im Jubiläumsjahr 2011, in dem das Haus sein 150-jähriges Bestehen feiert, weitere Zeichnungen und Graphiken für die Sammlung zu erwerben.

 

Wie falsch kann echt sein? Carl Rottmanns Aquarell „Cefalú

(13. Mai – 7. August 2011)

Die immer größer werdende Bedeutung der Restaurierungswerkstätten im Wallraf wird einmal mehr in der Präsentation von Carl Rottmanns Aquarell und Gemälde mit der Darstellung des kleinen Städtchens Cefalù an der nördlichen Küste Siziliens, vor Augen geführt. Das nachträglich von fremder Hand überarbeitete Aquarell wird in seiner Beziehung zu dem Gemälde, das sich ebenfalls im Wallraf befindet, neu befragt werden: „Wie falsch kann echt sein? Carl Rottmanns Aquarell „Cefalú“. Wie kommen wir dem Falschen auf die Fährte? Und wie gehen wir heute damit um? Diese Fragen werden in der Ausstellung, die auch noch andere Zeichnungen Rottmanns zeigt, beantwortet.

 

Vasari 500.
Italienische Meisterzeichnungen von Leonardo, Raffael & Co

(19. August 2011 –  13. November 2011)

Mit dieser Schau ehrt das Wallraf den Begründer der modernen  Kunstgeschichtsschreibung, den italienischen Maler und Historiker Giorgio Vasari. Anlässlich seines 500. Geburtstages zeigt das Haus seinen kostbaren Schatz an frühen italienischen Zeichnungen des 15. und 16. Jahrhunderts, darunter bedeutende Werke von Leonardo, Raffael, Salviati, Andrea del Sarto und Federico Zuccaro. Erinnert wird an die Bedeutung des „disegno“ für die künstlerische Entwicklung in der Renaissance und für die Entstehung des neuen Selbstbewusstseins der Künstler an der Schwelle zur Moderne. Die Zeichnungen aus dem eigenen Bestand werden ergänzt durch Leihgaben aus Kölner Privatbesitz, die die Ausstellung zu Ehren Vasaris zu einer Hommage an die italienische Zeichenkunst machen.

 

Wilhelm Leibl und die Farbe Schwarz

(25. November 2011 – 12. Februar 2012)

Am Ende der Ausstellungsreihe „Der un / gewisse Blick“ erinnert die Graphische Sammlung an den Ankauf einer umfangreichen Kollektion von hochkarätigen Zeichnungen von Wilhelm Leibl. Im Jahre 1911 erwarb das Wallraf-Richartz-Museum ein Konvolut von Werken aus dem ehemaligen Besitz des Kommerzienrats Ernst Seeger. Die zumeist in schwarzer Kreide und Kohle ausgeführten Arbeiten gehören noch heute zu den beeindruckendsten Zeugnissen der Zeichenkunst des späten 19. Jahrhunderts.

 

Publikationen

Grafik - Publikationen


»Der Un/Gewisse Blick«

Publikationen

Jede der sechs Ausstellungen in der Reihe "Der un/gewisse Blick" wird von einer eigenen Broschüre begleitet, die von den Freunden des Wallraf-Richartz-Museums und des Museums Ludwig e V. finanziert wird.

Die Freunde bieten Ihren Mitgliedern die Möglichkeit, die kleine Katalog-Reihe zu abonnieren. Damit verbunden sind spezielle Führungen zu den einzelnen Ausstellungen sowie ein Rabatt auf die Hefte (5 Euro pro Exemplar).

Die Termine für die ersten Führungen im Rahmen des Graphik-Abonnements sind am
11. November 2010 und 13. Januar 2011, jeweils um 19 Uhr.

Jedes einzelne Heft kann auch für 6 Euro im Cedon Museumsshop erworben werden.

  Cover: Corot und das Cliché verre  Cover: Die Beschneidung

 

Cedon Museumsshop im Wallraf
Tel.: +49 (0) 221 277-98957
  wallraf(at)cedon.de
  www.cedon.de

Graphisches Kabinett

Grafisches Kabinett


Ausstellungen im Graphischen Kabinett


Wie alle Kunst auf Papier müssen auch die Bestände der Graphischen Sammlung im Wallraf aus konservatorischen Gründen als "verborgene Schätze" im Kästen und Schränken verwahrt werden.

Um Ihnen diese Schätze aber häufiger zeigen zu können, hat das Wallraf ein eigenes Graphisches Kabinett mit regelmäßig wechselnden Sonderausstellungen eröffnet. Es liegt inmitten der Barockabteilung im zweiten Stock des Hauses.

Die Graphische Sammlung des Wallraf-Richartz-Museum


Die Graphische Sammlung des Wallraf-Richartz-Museums & Fondation Corboud umfasst die ganze Vielfalt der Künste auf Papier und Pergament.
Anhand der Fülle von Werken bedeutender Künstler aus den großen Jahrhunderten der Kunstgeschichte, aus der ganzen Variationsbreite an Zeichentechniken und -mitteln, zeigt sich  deutlich, wie sehr das Medium der Zeichnung die ganze Spannkraft und Imagination menschlicher Kreativität offenbart.

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