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JETZT: Aktuelle Ausstellungen und Programm im Wallraf-Richartz-Museum DAS MUSEUM: Allgemeine Informationen zum Wallraf-Richartz-Museum
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150 JAHRE WALLRAF

Das Jubiläumsjahr


Information

Tag der Offenen Tür 1.12. NEU


Freier Eintritt zum Jubiläumsabschluss

Donnerstag, 1. Dezember 2011, von 10 bis 22 Uhr

Das ganze Jahr über hat das Wallraf-Richartz-Musem mit unterschiedlichen Veranstaltungen, Projekten und Ausstellungen sein 150jähriges Bestehen gefeiert.
Zum Abschluss des Jubiläumsjahres lädt Kölns erstes Museum alle Kunstliebhaber ein, am 1. Dezember 2011 das Haus und die aktuelle Sonderausstellung „Panoptikum“ gratis zu besuchen!



Publikumsliebling


Der Publikumsliebling

aus der Ausstellung „Panoptikum – Die geheimen Schätze des Wallraf“


Seit dem 27. November ist die Wahl zum Publikumsliebling entschieden. Die Möglichkeit, ihrem Favouriten für ein Jahr den Weg aus dem Depot in die ständige Sammlung zu ebnen, motivierte mehr als 5000 Kunstfreunde, an der Wahl zum „Lieblingsbild“ teilzunehmen.

Nun ist das Wettrennen entschieden:
Der erste Platz geht an das Salongemälde "Vergib uns unsere Schuld" von Walther Firle aus dem Jahr 1898. Den 2. Platz hat Christian Rohlfs` „Waldweg im Winter“ errungen. Und den 3. Platz belegt der "Gähnende Mönch" von Carl Spitzweg.

Das heißt aber nicht, dass nun keine Stimmen mehr abgegeben werden können. Jeder, der seinem Lieblingswerk noch keine Stimme geben konnte, erhält noch bis Ausstellungsende dazu Gelegenheit. Denn ein zweiter Liebling kann gewählt werden. Es bleibt also spannend!

 

Lieblingsbilder Panoptikum

Das Lieblingsbild der Ausstellung: Walther Firle, Vergib uns unsere Schuld [Detail], 1898, 185 x 293 cm, WRM 1464Das Lieblingsbild Nr. 2: Christian Rohlfs, Waldweg im Winter/ Chaussee nach Tiefurt im Webicht bei Weimar [Detail], 1889, 59,5 x 74,5 cm, WRM 2460Das Lieblingsbild Nr. 3: Carl Spitzweg, Gähnender Mönch / Gähnender Eremit [Detail], um 1870, 54,5 x 32,5 cm, WRM 0283Das Lieblingsbild Nr. 4: Pieter Lodewyk Kuhnen, Landschaft mit See und Kahn [Detail], 1827/1877, 50,5 x 43,5 cm, WRM 3399Das Lieblingsbild Nr. 5: Carl Friedrich Deiker, Hund mit Zuckerstück auf der Nase [Detail], 23,7 x 17,3 cm, WRM 3485

150_Fassade Berlin


Das Wallraf am Checkpoint Charlie


62 Porträts schmücken eine Berliner Bauhausfassade

Eine ungewöhnliche Ausstellung mit Werken aus dem Wallraf-Richartz-Museum ist ab kommenden Donnerstag im Herzen von Berlin zu sehen. Unter dem Titel „Augenblicke“ schmücken 62 großformatige Porträtfotografien die Bauhausfassade des ICADE-Hauses an der Ecke Charlottenstraße / Rudi-Dutschke-Straße. Völlig unterschiedliche Menschen kommen dabei zusammen, aber alle eint, dass sie aus dem Wallraf stammen. Denn bei den Fotos handelt es sich um Detailaufnahmen, die der Berliner Künstler Heiko Mehnert von Gemälden gemacht hat, die in Kölns ältestem Museum hängen.

Passend zum 150jährigen Jubiläum bekommt das Wallraf mit der Fassadenausstellung „Augenblicke“ 62 Botschafter, die in den nächsten Jahren an der Spree für einen Besuch der Kölner Gemäldegalerie werben. Und dies in äußerst prominenter Lage, denn das ICADE-Haus liegt nur einen Steinwurf vom legendären Checkpoint Charlie entfernt.

Download des Flyers zum Fassadenprojekt
"Augenblicke" von Heiko Mehnert


ICADE-Haus an der Ecke Charlottenstraße / Rudi-Dutschke-Straße in Berlin-Mitte

 

 

150-1. Juli


Impressionen vom Jubiläumsfestakt am 30. Juli 2011

Beim feierlichen Festakt zum 150. Jahrestag der Eröffnung des ältesten Museums der Stadt Köln durfte das Wallraf kostbare Geschenke entgegennehmen.

Für das Kuratorium des Wallraf-Richartz-Museum und Museum Ludwig überreichte Detlef Bierbaum dem Oberkustos im Wallraf, Dr. Götz Czymmek, Friedrich Nerlys „Grotte von Posillipo“. Wolfram Nolte von den Freunden des Wallraf-Richartz-Museums und des Museums Ludwig enthüllte gemeinsam mit Dr. Roland Krischel, dem stellvertretenden Leiter des Hauses, die „Hochzeit zu Kana“ (um 1620) des Kölner Barockmalers Johann Hulsman und Oberbürgermeister Jürgen Roters übergab für die Stadt Köln an Dr. Andreas Blühm, Direktor des Wallraf, eine gemeinsame Schöpfung von Jean Honoré Fragonard und seiner Schülerin Marguerite Gérard, die „Angorakatze“ (um 1784). 

 

Bilder 30.06.

Briefmarke

Sonderbriefmarke zum Jubiläumsjahr

Zum 150-jährigen Jubiläum hat das Bundesministerium für Finanzen eine Sonderbriefmarke aufgelegt, die das Jubiläum von Kölns erstem Museum feiert.

Die ungefähr 3,5 x 3,5 Zentimeter große Briefmarke ist grafisch zwei geteilt und zeigt eine Innenansicht der Barockabteilung des Wallraf sowie eine Außenansicht des vom Stararchitekten Oswald Mathias Ungers entworfenen Gebäudes am Rathausplatz. Die Marke hat einen Wert von 85 Cent und wurde gestaltet von dem Designer Thomas Serres aus Hattingen. Sie erscheint in einer Auflage von rund 10 Millionen und ist bundesweit in allen Filialen der Deutschen Post erhältlich.

 

TOM_Wimmelbuch_150


Mein Wallraf. Das Wimmelbuch


Auf den fröhlich-bunten Wimmelbildern von Heiko Wrusch, die der Illustrator anlässlich des 150. Geburtstags des Wallraf-Richartz-Museums gemalt hat, gibt es viel zu sehen: Portraits und Stillleben, Altäre und Skulpturen und sogar einen Ausblick auf die Ausgrabungsarbeiten der Archäologischen Zone.

Viele Mitarbeiter, Besucher, ganze Schulklassen und so mancher außergewöhnliche Gast wie die Gründer des Museums, Ferdinand Franz Wallraf und Johann Heinrich Richartz, wimmeln durch das Museum. Und wer findet die Fliege „Willi“, die eigentlich in einem Altarbild wohnt und durch jede quirlige Seite des Wimmelbilderbuches fliegt?


Bachems Wimmelbilder
Heiko Wrusch, Illustrator

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud (Hrsg.)
J. P. Bachem Verlag, Köln
5 illustrierte Papp-Doppelseiten, 27 cm x 37,7 cm
Gebundene Ausgabe:  12,95 €
1. Auflage: 2011
(ISBN 978-3-7616-2473-9) 


Das Wimmelbuch ist ab Juli 2011 über den Museumshop erhältlich.

Cedon Museumsshop im Wallraf
Tel.: +49 (0) 221 277-98957
  wallraf(at)cedon.de
  www.cedon.de

 

 

Programm

Jubiläumsprogramm 2011


Das Jubiläumsjahr beginnt mit einem Paukenschlag:
 

Schenkung eines Monet-Gemäldes für das Wallraf

Gleich zu Beginn des Jubiläumsjahres präsentiert das Museum seinen Besuchern einen kostbaren Neuzugang: Das bisher unbekannte Gemälde „Frühlingsstimmung bei Vétheuil“ aus der Hand des bedeutendsten französischen Impressionisten: Claude Monet.
Das Bild befand sich bisher ausschließlich in privater Hand und wurde dem Museum als Schenkung vermacht.
Ab Mittwoch, 19. Januar 2011, ist das Gemälde im dritten Stock des Wallraf, neben den „Seerosen“ von Claude Monet, zu sehen.

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Claude Monet: Frühlingsstimmung bei Vétheuil



Alexandre Cabanel –
Die Tradition des Schönen
4. Februar bis 15. Mai 2011 (Sonderausstellungsbereich)


Einem der wichtigsten französischen Salonmaler des 19. Jahrhunderts, Alexandre Cabanel (1823 – 1889), widmet das Wallraf im Frühjahr 2011 erstmals eine eigene Ausstellung. In Kooperation mit dem Musée Fabre in Montpellier zeigt das Kölner Museum mehr als 60 Werke des Mannes, der vom einfachen Sohn eines Zimmermanns zum Hofmaler unter Napoleon III. aufstieg. Um die anmutigen Bilder des letzten großen Feinmalers in passendem Ambiente zeigen zu können, hat sich das Wallraf die Dienste eines berühmten Landsmannes von Cabanel gesichert. Der Stardesigner Christian Lacroix wird eigens für die Sonderschau eine spezielle Ausstellungsarchitektur entwerfen. Lacroix hat wie Cabanel an der Kunsthochschule von Montpellier studiert und zählt den Künstler zu seinen Lieblingsmalern.

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Alexandre Cabanel



Aus der Graphischen Sammlung:
Neuerwerbungen und Schenkungen
11. Februar bis 24. April 2011 (Graphisches Kabinett)


Das Wallraf konnte seinen graphischen Bestand in den letzten beiden Jahren durch eine Vielzahl von bedeutenden und wertvollen Zeichnungen und Druckgraphiken erweitern. So erwarb das Haus unter anderem Zeichnungen von Moritz von Schwind, Max Liebermann und Emil Speckter. Seine wichtigsten Neuerwerbungen und Schenkungen zeigt das Wallraf nun als Dank an die generösen Stifter und zugleich als Ansporn, auch im Jubiläumsjahr 2011 weitere Zeichnungen und Graphiken für die Sammlung zu erwerben.

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Besuch des Kölner Dreigestirns
16. Februar 2011 um 17 Uhr


Sonderbriefmarke der Deutschen Post
Mittwoch, 4. Mai 2011 um 18 Uhr


Am 1. Juli diesen Jahres jährt sich zum 150. Mal die Eröffnung des Wallraf-Richartz-Museums. Grund genug für das Bundesministerium für Finanzen eine Sonderbriefmarke aufzulegen, die das Jubiläum von Kölns erstem Museum feiert. Die ungefähr 3,5 x 3,5 Zentimeter große Briefmarke ist grafisch zwei geteilt und zeigt eine Innenansicht der Barockabteilung des Wallraf sowie eine Außenansicht des vom Stararchitekten Oswald Mathias Ungers entworfenen Gebäudes am Rathausplatz. Die Marke hat einen Wert von 85 Cent und wurde gestaltet von dem Designer Thomas Serres aus Hattingen. Sie erscheint in einer Auflage von rund 10 Millionen und ist bundesweit in allen Filialen der Deutschen Post erhältlich.

Das Erlebnis-Briefmarken-Team der Deutschen Post bietet im Museumsfoyer an folgenden Tagen einen Sonderverkauf der Jubiläums-Briefmarke samt Sonderstempelaktion an:

Mittwoch, 4. Mai 2011, 18 - 20 Uhr
Donnerstag, 5. Mai 2011 , 10 – 18 Uhr
Donnerstag, 30. Juni 2011, 15 – 22 Uhr
Freitag, 1. Juli 2011, 10 – 18 Uhr



Wie echt kann falsch sein?
Die Spurensicherung im Fall Carl Rottmann
13. Mai bis 7. August 2011 (Graphisches Kabinett)


Die Experten der Abteilung Kunsttechnologie und Restaurierung im Wallraf blicken nicht nur kritisch auf Gemälde, Graphiken und Zeichnungen. Mit modernsten Hilfsmitteln können sie sogar durch Kunstwerke hindurch und in sie hinein sehen. Besonders anschaulich wird dies am Beispiel eines Aquarells, das das kleine sizilianische Städtchen Cefalù zeigt und bis dato Carl Rottmann zugeschrieben war. Das nachträglich von fremder Hand überarbeitete Werk rückt deshalb in den Mittelpunkt einer spannenden Präsentation. Im Vergleich mit anderen Cefalù-Ansichten von Rottmann zeigt die kleine Schau im Graphischen Kabinett, wie man dem Falschen in der Kunst auf die Spur kommen kann und wie ein Museum mit dem Ergebnis umgeht.

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Carl Rottmanns Aquarell „Cefalù“

 

Mein Wallraf Bachems Wimmelbilder
Juni 2011 (Erscheinungsdatum)


Zum Jubiliäum bringt das Wallraf gemeinsam mit dem Kölner Bachem Verlag ein eigenes Wimmelbilderbuch heraus. Das erste überhaupt, das ausschließlich ein Museum behandelt. Schulklassen, Besucher, Mitarbeiter des Museums und so mancher außergewöhnliche Gast tummeln sich dort auf den fünf Etagen des Hauses. Portraits und Stillleben, Altäre und Skulpturen, eine mysteriöse Camera Obscura und sogar ein Ausblick auf die Ausgrabungsarbeiten der Archäologischen Zone: Hier gibt es viel zu sehen! Besonders spannend ist es, dort hinzusehen, wohin man sonst nicht schauen darf: Die Restaurierung, das Depot und das Graphische Kabinett bieten spannende Einblicke in das „Innenleben“ des Museums! Die gewohnt fröhlich-bunten Wimmelbilder von Illustrator Heiko Wrusch werden in diesem Buch durch eine neue Art der Darstellung bereichert: Die berühmten Werke der großen Meister von Rubens bis van Gogh werden nicht per Illustration, sondern durch Fotografien dargestellt.

Wallraf-Wimmelbuch

 

Jubiläumstag
Freitag, 1. Juli 2011

Gratis-Öffnung für alle Kunstfreunde von 10 bis 18 Uhr

Mit Beginn der 150-Jahr-Feier bietet das Wallraf eine ganze Reihe von interessanten und speziellen Führungen an:
– „Wallrafs größte Meisterwerke“ (Highlight-Führung)
– Theaterführungen für Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren
– „Einfach anziehend“ - Kleine Kostümkunde
– „Durchleuchtet“ - Restaurierungsgeschichten aus dem Wallraf
– „Mit Willi unterwegs“ - Kinderführungen
– „Betriebsausflug“ - Bilder auf Reisen
– „1861“ - Kostümführungen


Tat Ort Museum
1. Juli bis 25. September 2011 (Sonderausstellungsbereich)


Wie enttarnt man ein gefälschtes Kunstwerk, was ist ein Thermohygrograph, wie beleuchtet man einen Rembrandt und was macht eigentlich ein Kurator? Dies sind nur einige der ungewöhnlichen Fragen, die das Wallraf im Sommer beantwortet. Da sich am 1. Juli 2011 die Eröffnung von Kölns ältestem Museum zum 150. Mal jährt, stellt sich das Haus selbst in den Mittelpunkt einer großen Sonderausstellung. Mit „Tat Ort Museum“ bietet die Gemäldegalerie seinen Besuchern einen einmaligen Blick hinter die Kulissen seines Schaffens. Spannend und verständlich erklärt die Schau die verschiedenen Facetten der Museumsarbeit. Dazu gehören neben den klassischen Gebieten Sammeln, Forschern, Bewahren und Vermitteln auch moderne Aspekte wie Sponsoring, Marketing oder Haustechnik.

Im Rahmen der Ausstellung zeigt das Wallraf zudem die wichtigsten Gemälde, die das Haus in den letzten fünf Jahren erworben oder geschenkt bekommen hat. Darunter befinden sich Werke von namhaften Künstlern wie Beckmann, Falconet, Kauffmann, de Lairesse, Largillierre, Monet, Redon, van Toorenvliet oder Wright of Derby.

Ferner sind in einem separaten Teil der Ausstellung auch Bilder von Schülern zu sehen, die sich von Wallraf-Werken haben inspirieren lassen. Diese kleine Ausstellung in der Ausstellung organisiert das Wallraf gemeinsam mit der Museumsschule Köln, die in diesem Jahr ihren 25. Geburtstag feiert.

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Vasari 500
Italienische Meisterzeichnungen von Leonardo, Raffael & Co
19. August bis 20. November 2011 (Graphisches Kabinett)


Mit dieser Schau ehrt das Wallraf den Begründer der modernen Kunstgeschichtsschreibung, den italienischen Maler und Historiker Giorgio Vasari (30. Juli 1511 – 27. Juni 1574). Anlässlich des 500. Geburtstages von Vasari zeigt das Museum seinen kostbaren Schatz an frühen italienischen Zeichnungen des 15. und 16. Jahrhunderts, darunter bedeutende Werke von Leonardo, Raffael, Salviati, Andrea del Sarto und Federico Zuccaro. Erinnert wird an die Bedeutung des „disegno“ für die künstlerische Entwicklung in der Renaissance und für die Entstehung des neuen Selbstbewusstseins der Künstler an der Schwelle zur Moderne. Die Zeichnungen aus dem eigenen Bestand werden ergänzt durch Leihgaben aus Kölner Privatbesitz, die die Ausstellung zu Ehren Vasaris zu einer Hommage an die italienische Zeichenkunst machen.

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Leonardo da Vinci: Studie

 

Party zum Weltkindertag
18. September 2011 von 10 bis 18 Uhr

 

Panoptikum
Die geheimen Schätze des Wallraf
21. Oktober 2011 bis 22. Januar 2012 (Sonderausstellungsbereich)


Dank seiner hochklassigen Sammlung von Gemälden und Skulpturen aus dem späten 13. Jahrhundert bis zum frühen 20. Jahrhundert gehört das Wallraf zu den bedeutendsten Gemäldegalerien Europas.
Doch Kölns erstes Museum zeigt in seinen drei Ausstellungsetagen nur etwa ein Viertel seines Schatzes. Die meisten der rund 2.000 Gemälde ruhen im Depot des Hauses, einem Ort, zu dem nur Eingeweihte Zugang haben. Anlässlich seines 150-jährigen Bestehens öffnet das Wallraf im Winter 2011 diese geheimnisumwitterte Schatztruhe.

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Wilhelm Leibl und die Farbe Schwarz
25. November 2011 bis 12. Februar 2012 (Graphisches Kabinett)


Wilhelm Leibl (1844 – 1900) war nicht nur ein bedeutender Maler, sondern auch ein herausragender Zeichner. Dass es ihm bei seiner Kunst immer auf das „Wie“, auf die Geschicklichkeit der zeichnerischen Mittel, ankam und nicht auf das „Was“, also das Motiv seiner Werke, zeigt das Wallraf mit dieser kleinen Sonderschau.
Anlass für die Ausstellung ist das hundertjährige Jubiläum des Ankaufes einer umfangreichen Gruppe von Werken Leibls aus dem Besitz des Berliner Sammlers Ernst Seegers. Das Wallraf besitzt den größten Bestand an Gemälden und Zeichnungen des in Köln geborenen Künstlers.

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Abschlussfest
1. Dezember 2011 von 10 bis 21 Uhr


Das Wallraf möchte sich an diesem Tag bei allen Kunstliebhabern, Freunden und Förderen bedanken. Bei freiem Eintritt erwartet die Besucher ein Programm voller Überraschungen. Unter anderem wird das „Lieblingsbild“ aus der Panoptikumausstellung gekürt, das in Zukunft nicht mehr im Depot bleibt, sondern in der Ständigen Sammlung zu sehen ist.

 

 

Wallraf und Richartz

Wallraf und Richartz


Ferdinand Franz Wallraf und Johann Heinrich Richartz

Ihre Namen werden stets zusammen genannt, gekannt haben sie sich aber vermutlich nicht. Auf dem Kölner Melatenfriedhof teilen sie ein Doppelgrab, doch zu Lebzeiten wird Johann Heinrich Richartz Ferdinand Franz Wallraf  bestenfalls aus der Ferne gesehen haben, denn es liegt mehr als eine Generation zwischen dem Stifter und dem Mäzen. Das aber waren beide: uneigennützige Wohltäter der Stadt.

 

 


Der Sammler

Der Kanonikus und Universitätsprofessor Ferdinand Franz Wallraf (1759 – 1824) war ein besessener Sammler. Man kann vielleicht sagen, das Sammeln und Bewahren war der eigentliche Hauptzweck seines Lebens – und das in einer Zeit, in der die Französische Revolution die althergebrachten Wertvorstellungen in ganz Europa umwälzte.
Auch in Köln wütete die Geschichte. Im Namen der Säkularisation wurden nahezu 40 Kirchen niedergerissen, aus den übrigen warf man die Kunstwerke auf die Straße. Kostbare Reliquienschreine wurden eingeschmolzen, bemalte Holztafeln verheizt.
Unter Mühen und Opfern gelang es dem gelehrten Kunstliebhaber aus Kirchen und Klöstern zu retten, was vom ehemals „Heiligen Köln“ zu retten war. Nichts sollte verloren gehen, was mit der Geschichte und der Kunst Kölns zusammenhing.
Als Wallraf 1824 starb, vermachte er der Stadt seinen gesamten Besitz. Ein unglaubliches Vermögen: Sein Vermächtnis umfasst nahezu 10.000 Gemälde, Zeichnungen und Holzschnitte, etwa 13.000 Bücher, mehr als 3.000 Siegel, an die 1000 Handschriften und Urkunden, viele antike Stücke, unzählige Münzen, geschliffene Steine, Mineralien, Fossilien und vieles mehr.


Der Stifter

Viele Jahre musste sich die Stadt mit Notquartieren für die Sammlung Wallraf behelfen, bis im Jahr 1854 der Kölner Kaufmann und Wildhäutehändler Johann Heinrich Richartz (1795 – 1861) 100.000 Taler für einen Museumsbau stiftete. Und wie es auch schon damals ging: Das Geld reichte nicht aus. Richartz gab nochmals 10.000 Taler für die Tuffsteinquader, und 12.000 Taler für die Parkettfußböden, und 24.000 Taler für die Fresken im Treppenhaus, und so fort.
Die Eröffnung durfte er nicht erleben: Kurz vor der feierlichen Inbetriebnahme des Museums 1861 starb der großzügige Mäzen. Sein Haus ist dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer gefallen, doch Richartz’s Gedächtnis wird im Namen des Museums stets lebendig bleiben.

Historie

Historie


150 Jahre: Die Geschichte
des Wallraf-Richartz-Museums & Fondation Corboud  


„Zur Erbin meines sämtlichen Nachlasses setze ich die Stadt und die Gemeinde Köln, meine Vaterstadt“ – Mit diesen Worten aus dem Testament von Ferdinand Franz Wallraf (1748 – 1824) beginnt die Geschichte des ältesten Museums der Stadt Köln. 

Als Wallraf am 18. März 1824 stirbt, vermacht er der Stadt einen ungeheueren Besitz. Fast unübersehbar ist die Anzahl an Altären und Gemälden, Zeichnungen, Büchern, Münzen und vielem mehr, die der Sammler zu Lebzeiten vor der Zerstörung durch das Wüten der Säkularisation bewahrt hat. Und schon bald nach seinem Tod sucht die Stadt nach geeigneten Ort für die Unterbringung der Sammlung. Doch bis ein erstes eigenes Gebäude errichtet werden kann werden Jahrzehnte vergehen.

Ferdinand Franz Wallraf (1748 – 1824)

Vom Wallrafianum zum Wallraf-Richartz-Museum:
Ein 30jähriges Zaudern


Der Maler und Schriftsteller Matthias Joseph de Noël (1782 – 1849) führt nach dem Tod seines Freundes Wallraf die Verhandlungen um das Erbe mit dem Rat der Stadt. Im Jahr 1827 gelingt es ihm, inzwischen zum ersten Konservator der Sammlung ernannt, eine provisorische Unterbringung im ehemaligen Quartier der Kölner Erzbischöfe in der Trankgasse einzurichten: Das Wallrafianum. Als 1843 sein Nachfolger, der Maler Johann Anton Ramboux (1790 – 1866), die Stelle als Konservator antritt, wird ein möglicher Museumsbau schon seit langem heiß diskutiert. Viele namhafte Architekten, darunter Jakob Ignaz Hittorff, Supliz Boisserée oder Ernst Zwirner, hatten der Stadt Pläne vorgelegt, die jedoch aus Geldmangel niemals ausgeführt wurden. 
Erst als 1854, 30 Jahre nach Wallrafs Tod, der Kaufmann Johann Heinrich Richartz (1795 – 1861) 100.000 Taler zum Bau des Museums stiftet, willigt der Rat ein: 1854 wird der erste Museumsbau des Rheinlands in Angriff genommen. Nach den Plänen des Kölner Architekturstars Josef Felten (1799 – 1880) erfolgt bald die Grundsteinlegung auf dem Gelände des ehemaligen Minoritenklosters.

Wallraf-Richartz-Museum, 1861

Sechs Jahre später, am 1. Juli 1861, wird das Museum feierlich eröffnet. Die begeisternde Einweihungsrede des Kölner Oberbürgermeisters Stupp gipfelt in dem Satz „Köln hat große Männer hervorgebracht – aber ein Richartz war bisher nicht geboren worden!“  Der Mäzen selbst durfte die Eröffnung jedoch nicht erleben: Johann Heinrich Richartz starb kurz vor der feierlichen Inbetriebnahme. Sein Gedächtnis wird im Namen des Museums jedoch stets lebendig bleiben.

Johann Heinrich Richartz (1796 – 1861)

Aufstieg und Fall:
Das Wallraf-Richartz-Museum in der Zeit des Zweiten Weltkriegs


Die Beliebtheit und auch die Bestände des Museums vergrößern sich in den folgenden Jahren zusehends. Zahlreiche Leihgaben, Bürgerschenkungen und Ankäufe von alten Meistern und moderner Kunst, vor allem Werken des Impressionismus, machen das Haus unter der Leitung von Carl Aldenhofen (1842 – 1907) und Dr. Alfred Hagelstange (1874 – 1914) bald zu einer einer der bedeutendsten Sammlungen in Deutschland.
Unter Direktor Dr. Otto Förster (1894 – 1975) gelingt es im Jahr 1936, die Sammlung Carstanjen, die bereits seit acht Jahren als Leihgabe zu sehen war, für das Museum zu erwerben. Mit wertvollen Werken von Rembrandt und Franz Hals ist nun der Grundstein für den Aufbau einer Galerie von europäischem Rang gelegt. 1936 ist auch das Jahr der großen Stefan-Lochner-Ausstellung: Aus Anlass des 75jährigen Bestehens des Wallraf-Richartz-Museums vereint Förster alle bis dahin der Wissenschaft bekannten Werke des Kölner Meisters in einer Sonderschau.

„Entartet und zerstört


Nur ein Jahr später wird die bedeutende Stellung der Kölner Galerie fast schlagartig zu Nichte gemacht, als 1937 eine NS –Regierungskommission zahlreiche Werke für die diskriminierende Ausstellung „Entartete Kunst“ beschlagnahmt. Damit beginnt ein organisierter Kunstraub: Viele unschätzbare Exponate gehen für immer verloren, darunter Gemälde und Zeichnungen von Picasso, Munch, Beckmann, Gauguin, Dix, Kokoschka und anderen mehr.
Ein Schlag folgt auf den nächsten: In den Bombennächten des Jahres 1943 wird das Museum völlig zerstört. Die verbliebenen Bestände können jedoch durch rechtzeitige Auslagerung gerettet werden.  
1945, nach Kriegsende, wird Förster in den vorläufigen Ruhestand versetzt. Sein Nachfolger, Dr. Leopold Reidemeister (1900 – 1987) beginnt schon bald mit der Rückführung der ausgelagerten Werke. Reidemeister ist ab 1949 zugleich auch Generaldirektor für alle Kölner Museen - eine Stelle, die bis 1980 in Personalunion mit der Direktion des Wallraf-Richartz-Museums bestand und 1993 endgültig abgeschafft wurde.
 

Aufbruch und Neubeginn:
Die Nachkriegsjahre und der Einzug der Moderne


Mit großem Interesse hatte der Kölner Jurist und Kunstsammler Josef Haubrich (1889 – 1961) die Entwicklung des Wallraf-Richartz-Museums verfolgt. Seinem Köln, das wie kaum eine andere deutsche Stadt  im Krieg zerstört worden war, setzt er im Jahr 1955 ein Zeichen des Aufbruchs und Neubeginns: An Stelle der vom NS-Schreckensregime beschlagnahmten Werke stiftet er seine Sammlung von bedeutenden Werken des deutschen Expressionismus und der Moderne.
Noch als Köln noch in Trümmern lag, war die Diskussion um den Wiederaufbau des Museums schon in vollem Gange. Dennoch vergeht mehr als ein Jahrzehnt, bis im Jahr 1957 an der alten Stelle ein neues Gebäude für das Wallraf-Richartz-Museum (das heutige Gebäude des Museums für Angewandte Kunst) nach Plänen von Rudolf Schwarz und Josef Bernard eröffnet werden kann.

Wallraf-Richartz-Museum, 1957

Als Direktor Reidemeister im Jahr 1957 zum Generaldirektor der Staatlichen Sammlung Preußischer Kulturbesitz nach Berlin berufen wird, übernimmt Dr. Otto Förster zum zweiten Mal die Leitung, bis 1960 Prof. Dr. Gert von der Osten (1910 – 1983) zum Direktor ernannt wird.
1968, gut zehn Jahre nach dem Wiederaufbau erhält das Wallraf-Richartz-Museum mit der Sammlung Peter und Irene Ludwig einen weiteren wichtigen Zugewinn an moderner Kunst. Gemeinsam mit der Sammlung Haubrich und den Werken aus dem Bestand bildet die Abteilung Moderne Kunst bald eine selbständige Einheit.

Zwei Sammlungen von Weltruhm unter einem Dach:
Das Wallraf-Richartz-Museum und das Museum Ludwig


Unter der Direktion von Dr. Gerhard Bott, (*1927), der seit 1975 im Amt ist, fällt der Beschluss, ein eigenes Museum für die Kunst des 20. Jahrhunderts zu etablieren: 1976 wird das Museum Ludwig gegründet.
Die Sammlungen sprengen bald das Fassungsvermögen des Museumsgebäudes, gemeinsam mit dem Stifterehepaar Ludwig beschließt die Stadt Köln einen großen Museumsneubau für beide Abteilungen. Die Überlegungen dazu werden heiß diskutiert, 1974 erfolgt die Ausschreibung und 1976 ist die Entscheidung abgeschlossen: Als Preisträger aus dem Wettbewerb gehen die Architekten Peter Busmann und Godfried Haberer aus Köln hervor. Die Eröffnung des neuen Hauses fällt in die Amtzeit von Dr. Rainer Budde, der seit 1981 die Direktion des Wallraf-Richartz-Museums inne hat.

Wallraf-Richartz-Museum und Museum Ludwig, 1986

1986 beziehen beide Galerien, das Wallraf-Richartz-Museum und das Museums Ludwig, den großen Neubau zwischen Dom und Rhein. Die Spenderfreude des Ehepaars Ludwig lässt nicht nach: Nach einer großzügigen Stiftung von Werken Pablo Picassos im Jahr 1994 wird auch schon bald das neue Museum zu klein für die Alte und die Neue Kunst.

Im Herzen der Stadt und an historischer Stelle:
Ein neues Haus für die Alten Meister


1996 beschließt der Rat der Stadt Köln, für das traditionsreiche Wallraf-Richartz-Museum ein neues, eigenes Gebäude im historischen Zentrum der Stadt nach Plänen des Kölner Architekten O.M. Ungers zu errichten.

Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud, 2001


Und das ist noch längst nicht die ganze Geschichte:

Die Glanzlichter der Fondation Corboud


Im Januar 2001 wird das neue Domizil bezogen – und schon bald sollte auch hier der Raum eng werden, denn die beachtenswerte Kölner Sammler- und Stiftertradition ist noch lange nicht am Ende: Im Jahr 2001 vermachen der Schweizer Unternehmer Gérard J. Corboud und seine in Köln geborene Frau Marisol Corboud dem Wallraf-Richartz-Museum ihre umfangreiche Sammlung von impressionistischen und postimpressionistischen Gemälden als „ewige Leihgabe“: die Fondation Corboud. Aus Dank und zur Ehre der Stifter trägt das Museum seither den Namen "Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud“.

2008, unter der Leitung von Dr. Andreas Blühm, der das Museum seit 2005 führt, bekommt das Haus als "eigenbetreibliche Einrichtung der Stadt Köln" eine neue Rechtsform.

Das Jubiläumsjahr 2011:
150 Jahre Wallraf-Richarz-Museum & Fondation Corboud

Mit unterschiedlichen Ausstellungen, interessanten Veranstaltungen und einigen Überraschungen feiert das Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud im Jahr 2011 den 150. Jahrestag seiner Eröffnung.

 

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Das Wallraf im Web 2.0


Zu seinem 150. Geburtstag präsentiert sich Kölns ältestes Museum nun auch auf Facebook. Mit dem neuen Auftritt wird das Wallraf alle Kunstinteressierten stets aktuell über die verschiedenen Ausstellungen, Veranstaltungen und Überraschungen zum Jubiläum informieren. 
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