Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
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JUSEPE DE RIBERA

In Spanien geboren (Játiva/Valencia 1591 – 1652 Neapel) und die Herkunftsbezeichnung „Español“ oder „Hispanus“ in der Signatur selten vergessend, ist Ribera schon in seiner Jugend nach Italien gekommen. Wohl 1607 hielt er sich erstmals in Neapel auf, doch auch in Rom und in Parma hat er gelebt. Erst ab 1616 findet man ihn andauernd in Neapel, einer damals den spanischen Habsburgern gehörenden und von spanischen Vizekönigen regierten Stadt. Als eine der reichsten und größten Metropolen Europas bot sie Künstlern ein ausgezeichnetes Arbeitsklima.

„Lo Spagnoletto“, wie der Maler in Italien genannt wurde, hatte sich intensiv mit der italienischen Malerei beschäftigt und sich vor allem an den Werken Caravaggios geschult, der 1606/07 für einige Monate in Neapel gearbeitet hatte. Durch seinen Romaufenthalt kannte er aber auch das Werk von Guido Reni, Annibale Carracci und anderen römischen Meistern des italienischen Barock. Doch Riberas eindringliche und ungeschönte Malerei, die in scharfer, caravaggesker Beleuchtung und mit gehörigem Pathos gestaltet oftmals christliche Themen zeigt, brachte einen neuen und unverwechselbaren Stilklang hervor.