Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud
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LEONARDO DA VINCI

Der Maler, Bildhauer und Naturwissenschaftler Leonardo da Vinci wird am 15. April 1452 in der Nähe des Dorfes Vinci (bei Empoli) geboren und erfährt seine künstlerische Ausbildung ab 1469 in der Werkstatt des Bildhauers und Malers Andrea del Verrocchio in Florenz. 1472 wird er Mitglied der Sankt Lukas-Gilde.

Im Dienste des Herzogs von Mailand unternimmt Leonardo 1482 bis 1499 physikalische Forschungen, die sich in zahlreichen Entwürfen und technischen Zeichnungen niederschlagen. Neben seiner Arbeit an einem Reiterstandbild Francesco Sforzas, entstehen zwei seiner bekanntesten Werke, die Felsgrottenmadonna (Louvre, Paris) und Das Letzte Abendmahl (Santa Maria delle Grazie, Mailand).

Nach Florenz zurückgekehrt, erhält er im Oktober 1503 den Auftrag, im großen Ratssaal des Palazzo della Signoria ein Fresko der Anghiari-Schlacht zu malen. Etwa zeitgleich widmet er sich der Mona Lisa (Louvre, Paris). In den Jahren 1506 bis 1513, erneut in Mailand, verfolgt Leonardo intensive Anatomiestudien. Zwischen 1513 und 1516, im Dienst seines Mäzens Giuliano de’ Medici in Rom, beschäftigt er sich mit den Gesetzen von Geometrie und Architektur.

Seine letzten Lebensjahre verbringt er auf Einladung Franz I. im Schloss Clos Lucé bei Amboise, wo er am 2. Mai 1519 verstirbt. Sein Werk ist das Ergebnis einer einzigartigen Verbindung von naturwissenschaftlichen Forschungen und künstlerischer Schaffenskraft. Durch seine vielseitigen Tätigkeiten und Studien in fast allen Wissensbereichen verkörpert er die Idee des „uomo universale“ – des Universalgelehrten.