Das Highlight des kommenden Ausstellungsjahres im Wallraf-Richartz-Museum heißt „SUSANNA – Bilder einer Frau vom Mittelalter bis MeToo“ und startet am 28. Oktober 2022. Mit dieser weltweit ersten Ausstellung zur biblischen Susanna in der Kunst widmet sich das Wallraf einer Erzähl- und Bildtradition, die vor dem Hintergrund der MeToo-Bewegung kaum aktueller sein könnte. Den spannenden Weg des Susannen-Motivs durch mehrere Jahrhunderte Kunstgeschichte zeichnet das Museum mit hochklassigen Werken von Meister*innen wie Artemisia Gentileschi, Anthonis van Dyck, Eugène Delacroix, Édouard Manet und Lovis Corinth sowie zeitgenössischen Künstlerinnen wie Katheleen Gilje und Zoe Leonard nach. Die rund neunzig Exponate und Leihgaben aus international renommierten Museen sind bis zum 26. Februar 2023 exklusiv in Köln zu sehen.

 

Von A wie Appiani bis Z wie Zischler reicht die Bandbreite der weiteren Ausstellungen, mit denen das Wallraf im kommenden Jahr seine Besucher*innen für die Kunst begeistern wird: Den Start macht am 18. März 2022 die Graphikschau Abenteuer Appiani, die den bedeutenden Freskenmaler dank mehrerer Entdeckungen im eigenen Bestand erstmals als Zeichner würdigt.

 

Von Ostern 22 bis Ostern 23 werden in der Mittelalterabteilung die legendären sieben Tafeln der Karlsruher Passion wiedervereint, deren dramatische Erzählkunst zum Besten zählt, was die Malerei des Spätmittelalters hervorgebracht hat.

 

Schattenspiele, Wunderlaternen, Stroboskopscheiben und der legendäre Cinematograph der Gebrüder Lumiere sind nur einige der 25.000 Objekte aus der faszinierenden Sammlung von Regisseur Werner Nekes (1944-2017), die das Wallraf in Kooperation mit der Theaterwissenschaftlichen Sammlung der Universität zu Köln in der Trilogie Sensation des Sehens mit eigenen Gemälden zusammenbringt. Der erste Teil „Die Sammlung Nekes: Vol. 1 Barock“ läuft vom 3.6.22 bis zum 23.4.23.

 

Im Mittelpunkt der Graphikschau Cellini – Goethe – Paffenholz (24.6. - 4.9.22) stehen die beeindruckenden Holzschnitte von Peter Josef Paffenholz (1900-1959), mit denen der Kölner Künstler und Kommunist - trotz Arbeitsverbot durch die Nationalsozialisten - das von Goethe übersetzte Lehrbuch Cellinis illustrierte.

 

Hanns Zischler, der bekannte ist Schauspieler, Schriftsteller und Fotograf, wird im kommenden Jahr eine eigene Ausstellung für das Wallraf kuratieren. Für Bann und Befreiung – Vom Lesen und Schreiben taucht der vielseitige Künstler in die Tiefen der Graphischen Sammlung ein. Welche Arbeiten Zischler dafür auswählt und wie er sie präsentiert, das verrät das Museum ab dem 23. September 2022.