Zu den bedeutendsten Schätzen des Wallraf-Richartz-Museums zählt seine Sammlung von Meisterwerken des Impressionismus und Postimpressionismus. Spätestens seit 2001, als sie durch mehr als 170 Werke der Fondation Corboud hervorragend ergänzt wurde, gilt die Kollektion als eine der umfangreichsten Sammlungen französischer Malerei außerhalb Frankreichs. Siebzig dieser Gemälde von Meistern wie van Gogh, Cézanne, Gauguin, Manet, Monet und Renoir gehen nun unter dem Titel „Van Gogh and the Impressionists“ auf eine außergewöhnliche Ausstellungstournee durch Japan. Diese startet im Utsunomiya Museum of Art (19.4. bis 21.6.26) reist von dort weiter zum Abeno Harukas Art Museum in Osaka (4.7. bis 9.9.26) und endet im Nagoya City Art Museum (19.9. bis 29.11.26). 

Die 70 Gemälde aus dem Wallraf machen sich zu einem besonderen Moment auf den Weg, denn Kölns ältestes Museum steht an einem bedeutenden Punkt seiner Geschichte: Ab dem 3. August 2026 wird das Haus bis ins Spätjahr 2028 geschlossen. Der markante Museumsbau von Architekt Oswald Mathias Ungers bedarf nach 25 Jahren der Ertüchtigung, Überholung und technischen Anpassung an den entstehenden Erweiterungsbau, dessen Grundstein am 21. Oktober 2025 gelegt wurde. Entworfen von den Schweizer Architekten Emanuel Christ und Christoph Gantenbein, wird dieses Gebäude den Impressionisten zukünftig ein beeindruckendes neues Zuhause bieten. Das erweiterte Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud soll Ende 2028 feierlich eröffnet werden. Zuvor aber reisen die impressionistischen Meisterwerke als Botschafter Kölns nach Japan, wo sie für die reichen kulturellen Schätze der Rheinmetropole werben werden.