Übersicht der vier „Sektionen“ im Wallraf

Sektion 1: Für Marcel Broodthaers – Namedropping

Die Ausstellung beginnt im Foyer des Wallraf mit der Videoarbeit Namedropping (2014) von Julius Brauckmann. In ihr krächzt ein Papagei, das Lieblingstier von Broodthaers, die 50 Namen des Artfacts Künstler-Rankings, darunter auf Position 10 auch der Name Broodthaers.

Sektion 2: Für Marcel Broodthaers – II. Wahl

Im Graphischen Kabinett werden Zeichnungen aus der so genannten „II. Wahl“ gezeigt. Dabei handelt es sich zum größten Teil um anonyme Werke, die als ästhetisch minderwertig eingestuft wurden und bislang noch nie in einer Ausstellung zu sehen waren. Mit der Präsentation dieser „weggeschlossenen“ Arbeiten wird die Frage nach der Legitimation entsprechender Kategorien wie die der „II.Wahl“ im Museum thematisiert.

Sektion 3: Für Marcel Broodthaers – MB

Öffnungszeiten der Grafikvorlage: Dienstag, Mittwoch & Sonntag: 10 bis 16 Uhr In der Graphikvorlage (2½ Obergeschoss) sind literarische Arbeiten von Marcel Broodthaers zu sehen, die während seiner letzten Lebensjahre in Köln entstanden. Die gezeigten Künstlerbücher stammen aus dem Besitz des Kunstsammlers Reiner Speck, der Arzt und Freund von Broodthaers war.

Sektion 4: Für Marcel Broodthaers – Dublette

Eine graphische Intervention erwartet die Besucher in den Räumen der Gemäldegalerie des 19. Jahrhunderts im 3. Obergeschoss. Anhand verschiedener Reproduktionsstiche nach dem Gemälde Die trauernden Juden im Exil von Eduard J. F. Bendemann wird in direkter Nachbarschaft zum Original das kulturhistorische Phänomen der Wiederholung und Duplizierung von Kunstwerken aufgegriffen – ein typisches Thema in der Kunst von Marcel Broodthaers.